15.03.2019: Elf Wochen Karibik liegen hinter mir: eine enorm intensive und lehrreiche Zeit. Mich zog diese großartige Region stark in den Bann und ich will in Zukunft erneut dorthin! Ein großartiges Lebensgefühl an paradiesisch aussehenden Ankerplätzen, faszinierende Einblicke auch in das Leben der Kuna-Indianer auf kaum aus dem Meer ragenden Inseln an der Nordküste Panamas wechselten ab mit Entsetzen über riesige Mengen an Plastik im Meer und an den Küsten und den Befürchtungen, dass der Meeresspiegelanstieg dort enormen Schaden anrichten wird.

Über Inseln und Meer ein Himmel mit ungeheurer Dynamik und Strahlkraft, an dem sich manchmal in kürzester Zeit hohe Wolkentürme aufrichten oder der geradezu mit Farbexplosionen bei Auf- sowie Untergängen von Sonne und sogar dem strahlend hellen Mond eine enorme Anziehungskraft besitzt. Ja, sogar die Venus bildete eine „Lichtstraße“ auf dem Meer, zudem „raste“ sie in den elf Wochen an Mars und Saturn vorbei, so dass die Bewegungen der Planeten untereinander direkt zu sehen waren – manchmal von Nacht zu Nacht! Das Kreuz des Südens am Horizont, der bei uns recht tiefstehende Orion im Zenit direkt über den Köpfen: ja, wir waren weit weg von der Heimat im Norden!

Diese großartigen Nächte auf dem weiten Atlantik und in der Karibischen See kann ich nicht annähernd mit Fotos einfangen, doch in der Bildergalerie sollen auch mehrere Bilder die Stimmungen am Abend oder frühen Morgen wiedergeben… und insgesamt einen kleinen Eindruck in die Seefahrt mit der THOR HEYERDAHL und dem “Klassenzimmer unter Segeln” (KUS) über 3.500 Seemeilen zwischen Grenada, Panama, Mexiko, Kuba und den Bermudas wiedergeben. Eine Karte unter Segelreisen zeigt die Route.

Anfangs sind die Bilder noch ohne Erklärungen und bieten so einen großen „Interpretations-Freiraum“ – doch nach und nach werden kleine Anmerkungen unter die Bilder gestellt. Nur jetzt kann dies nicht mehr erfolgen, denn schließlich muss ich aus Solidarität auch mein Home-Office „schwänzen“, denn es ist ja wieder einmal freitags…!

Sehr schöne Bilder zeigt auch die vor zwei Tagen online gestellte Galerie auf der KUS-Webseite zu Überfahrt und Landaufenthalt Bermuda, bei denen ich mit Freude sehen kann, dass ein Dutzend der insgesamt 62 Fotos von mir aufgenommen wurden. Dies verstärkt noch das Gefühl in gewisser Weise auch weiterhin mit an Bord zu sein während der Großsegler den mächtigen und stürmischen Nordatlantik überquert und offensichtlich Schiff und Mannschaft immer wieder kräftig durchgeschüttelt werden.

Ja, für mich ging’s ganz bequem mit dem Flieger zurück in die Heimat – zum Glück lässt sich der Flug ja wenigstens etwas ausgleichen. Dafür – sowie zur Kompensation für Autofahrten in nächster Zeit – wähle ich das Hamburger Klimaschutz-Unternehmen ARKTIK.

Wünsche viel Freude bei der kleinen Karibik-Sehfahrt mit Hilfe der ausgewählten 59 Fotos – und werde in der nächsten Zeit kurze Angaben zu den Bildern einfügen. Doch nun gilt’s auch in Kiel sich mit Schülern, Studenten und zahlreichen weiteren aktiven Klimaschützern sich für die Zukunft auch ganz konkret auf der Straße zu solidarisieren und mitzumarschieren, denn zu diesem “Friday for Future” mit weltweiten Demos für den Klimaschutz schreiben sogar die Kieler Nachrichten genaue Infos zu Demo-Route & Abschlusskundgebung, an der sich unter anderem auch das berühmte Kieler Forschungsinstitut GEOMAR beteiligt.

 

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